Kriegsschiffe

a) Kriegsschiffe

Hier werden ausschließlich Schiffe aufgeführt, die für den Kriegseinsatz geplant und gebaut wurde. Passagierschiffe wurde zu Kriegszeiten oft auch als Transporter für Truppen und Material eingesetzt, jedoch war das nicht ihre eigentliche Bestimmung.

Admiral Graf Spee

Bild und Plan:

Die Admiral Graf Spee 1936. Foto: Bundesarchiv, DVM 10 Bild-23-63-06 / CC-BY-SA 1

Plan der Admiral Graf Spee im Dezember 1939. Grafik: www.german-navy.de, Michael Emmerich, 1997
 

Die Geschichte in Kürze:

Admiral Graf Spee war der Name eines deutschen Panzerschiffes der Deutschland-Klasse, das 1939 vor der Küste Uruguays von der eigenen Besatzung versenkt wurde. Seinen Namen erhielt das Schiff zu Ehren des Vizeadmirals Maximilian Graf von Spee.

Am 21. August 1939 verließt die Admiral Graf Spee Wilhelmshaven mit dem Ziel Südatlantik. Kommandant war Kapitän zur See Hans Wilhelm Langsdorff.

Am 26. September 1939 erhielt Kapitän Langsdorf den Befehl, mit der Admiral Graf Spee alliierte Handelsschiffe anzugreifen. Zwischen dem 30. September und dem 7. Dezember 1939 versenkte das Schiff im Atlantik und im Indischen Ozean insgesamt neun britische Handelsschiffe mit zusammen 50.089 Bruttoregistertonnen. Todesopfer gab es dabei keine: bevor Langsdorff die aufgebrachten Schiffe versenkte, ließ er sie evakuieren.

Am 13. Dezember 1939 wurde die Admiral Graf Spee vor der Mündung des Río de la Plata vom einem Schiffsverband aus dem britischen Schweren Kreuzer HMS Exeter als Flaggschiff sowie dem Leichten Kreuzer HMS Ajax und dem neuseeländischen Leichten Kreuzer HMNZS Achilles gestellt. Im Laufe der Seeschlacht wurde die Exeter schwer beschädigt (61 Tote und 23 Verwundete) und außer Gefecht gesetzt. Aber auch die Admiral Graf Spee wurde schwer beschädigt und hatte 36 Tote sowie 60 Verwundete zu beklagen. Kapitän Langsdorff brach das Gefecht ab und lief in den Hafen von Montevideo am Río de la Plata ein.

Der britische Botschafter in Montevideo handelte mit der Regierung von Uruguay aus, dass das deutsche Panzerschiff den Hafen innerhalb von 72 Stunden wieder zu verlassen habe. Das internationale Seerecht sah vor, dass kein Kriegsschiff einen Hafen verlassen dürfte, wenn in den letzten 24 Stunden zuvor ein Schiff der gegenerischen Seite diesen verlassen hatte. Deshalb sorgte der Botschafter dafür, dass jeden Tag ein britisches Handelsschiff den Hafen verließ und verhinderte somit ein sofortiges Auslaufen der Graf Spee. Die britische Verstärkung, die bereits auf dem Weg war, benötigte noch Zeit. Inzwischen blockierten die "Ajax" und "Achilles" zusammen mit der Cumberland die La-Plata-Mündung.

Am 17. Dezember 1939 um 18:15 Uhr verließ die Graf Spee den Hafen von Montevideo. Tausende von Menschen waren zusammengekommen um das Auslaufen des deutschen Panzerschiffes zu beobachten.
Nach drei Seemeilen ließ Kapitän Langsdorff ankern und Sprengsätze im ganzen Schiff scharf machen. Die restliche Besatzung verließ das Schiff und um 19:52 Uhr detonierten die Sprengladungen.

Kapitän zur See Hans Langsdorff erschoss sich am 19. Dezember 1939 mit seiner Dienstwaffe, auf der Reichskriegsflagge liegend. Er wurde am 22. Dezember 1939 auf dem deutschen Friedhof von Buenos Aires beigesetzt.

Im Februar 2004 wurde damit begonnen, das Wrack mit Hilfe eines Schwimmkrans aus 8 m Tiefe zu heben. Die Bergungsaktion wird von privaten Investoren und dem Staat Uruguay finanziert, da das Wrack die Schiffahrt gefährdet. Nach mehreren erfolglosen Anläufen musste die Bergungsaktion am 9. Februar 2004 wegen der ungünstigen Wetterbedingungen erfolglos abgebrochen werden. Am 25. Februar 2004 wurde, als erstes größeres Wrackstück, der 27 t schwere Artillerieleitstand geborgen. Bis 2007 soll die Bergung dauern, die geborgenen Wrackstücke sollen zu einer Ausstellung zusammen gestellt werden.

Daten der Admiral Graf Spee:

Werft: Marinewerft Wilhelmshaven
Schiffsart: Kriegsschiff - Panzerschiff
Kiellegung 1. Oktober 1932
Stapellauf 30. Juni 1934
Erstes Unternehmen: 21. August.1939
Gesunken am: 17. Dezember 1939
Verdrängung: 12.100 BRT (Standard) 16.200 BRT (Maximal)
Länge: 186 m
Breite: 21,7 m
Maschinenleistung: 55.400 PS (40.770 kW)
Schrauben: 2
Höchstgeschwindigkeit: 28 Knoten (52 km/h)
Besatzung: 1.150 Mann
Bewaffnung: 6  28 cm-Geschütze L/52 C/28
in zwei Drillingstürmen 8 Geschütze 15 cm L/55 C28 in Einzellafetten
Schwesterschiffe:

Admirla Scheer, Deutschland (ab1939 Lützow (Panzerschiff))

 Prinz Eugen 

Bild und Plan:

Die Prinz Eugen 1945. Foto: United States Navy

Plan der Prinz Eugen im Frühling 1941. Grafik: www.german-navy.de, Michael Emmerich, 1997

Die Geschichte in Kürze:

Der Schwere Kreuzer Prinz Eugen war ein Kriegsschiff der deutschen Kriegsmarine. Benannt nach dem Österreichischen Feldherrn Prinz Eugen von Savoyen, war die Prinz Eugen ein Schiff der Adrmiral-Hipper-Klasse.

Sie wurde auf ihrer ersten Mission im Mai 1941, während des Atlantikdurchbruches mit dem Bismarck, berühmt, in der die HMS Hood versenkt und die HMS Prince of Wales beschädigt wurde.
Im Februar 1942, nachdem sie eine Zeitlang in Brest verbrachte, führte die Prinz Eugen zusammen mit den Schlachtschiffen Scharnhorst und Gneisenau erfolgreich den Kanaldurchbruch zurück nach Deutschland durch. Kurz danach, während sie auf dem Marsch nach Norwegen war, wurde sie von einem britischem U-Boot torpediert und schwer beschädigt. Das Schiff war bis Anfang 1943 nicht mehr Einsatzbereit. Danach wurde sie für Trainingszwecke in die Ostsee verlegt.

1945 wurde die Prinz Eugen zum Schutz für Zivilflüchtlinge für Uferbombardierung der baltischen Küste verwendet. Nach Kregsende ging das Schiff, das zunächst den Briten in Kopenhagen im Mai 1945 übergegeben wurde,  in die Hände der Amerikaner über. Im Juli 1946 überstand sie zwei Atombombentests im Bikini-Atoll. Später wurde sie zum Kwajalein-Atoll geschleppt, wo sie aufgrund leichter Beschädigungen am 22. Dezember 1946 kenterte.

Das Schiffe überstand die meisten seiner Einsätze fast unbeschadet. Durch diesen Umstand nannte man es "Das glückhafte Schiff", oder "Der glückliche Prinz".

Daten der Prinz Eugen:

Werft: Krupp Germaniawerft in Kiel
Schiffsart: Kriegsschiff - Schwerer Kreuzer
Kiellegung 23. April1936
Stapellauf 22. August1938
Erstes Unternehmen: 18. Mai1941 (Unternehmen Rheinübung mit der Bismarck)
Gesunken am: 22. Dezember 1946
Verdrängung: 18.960 t
Länge: 212,5 m
Breite: 21,8 m
Maschinenleistung: 3 Getriebeturbinen von BBC mit zusammen 97.152 KW und Dampfversorgung durch 12 Ölgefeuerte Wagner-La-Mont-Kessel - 132.000 PS
Schrauben: 3
Höchstgeschwindigkeit: 33,5 Knoten
Bewaffnung: 8 x 20,3 cm L/60 in 4 Doppeltürmen, 12 x 10,5 cm Schnell-Ladekanonen in 6 Doppellafetten von denen je drei auf jeder Schiffsseite
Schwesterschiffe:

Admirla Hipper, Blücher, Seydlitz, Lützow (Schwerer Kreuzer, verkauft)

Graf Zeppelin

Bild und Plan:

Die Graf Zeppelin am 8. Dezember 1938. Foto: U.S. Navy National Museum of Naval Aviation photo No. 1996.488.037.060 1

Plan der Graf Zeppelin in fertigem Zustand. Grafik: www.german-navy.de, Michael Emmerich, 1997

Die Geschichte in Kürze:

Die Graf Zeppelin war ein Flugzeugträger die deutschen Kriegsmarine. Sie was das Typenschiffe der Graf-Zeppelin-Klasse, zu der noch eine weitere Einheit (Flugzeugträger B) gehören sollte, die jedoch nie fertiggestellt wurde.

1935 erhielt die Deutsche Werke Kiel AG den Auftrag zum Bau des ersten deutschen Flugzeugträgers, für den die hohe Maschinenleistung von 2000 000WPS festgelegt worden war. Die Kiellegung fand am 28.12.936 statt. Zwei Jahre später stand das Schiff am 08.12.1938 zum Stapellauf bereit.

Bei Kriegsausbruch am 01.091939 war das Schiff noch nicht fahrbereit, doch wurden die Arbeiten zunächst weitergeführt. Erst 1940 legte man den Bau still. Das zu rund 85% fertige Schiff wurde im Juni nach Gotenhafen geschleppt und dort unter der Bezeichnung "Zugvogel" als Lagerplatz für Edelhölzer verwandt. Am 13.05.1942 erging der Befehl zum Weiterbau. Mit Zwischnenstation Stettin traf die Graf Zeppelin am 05.12.1942 in Kiel ein. Nach einigen änderungen wurde am 30.01.1943 erneut ein Baustop befohlen, und der unfertige Träger abermals nach Stettin verlegt. Eine Verwendung als Wohnschiff wurde wegen des fortgeschrittenen Bauzustandes abgeschlagen.

Bei Annäherung der russischen Armeen wurden zunächst wichtige Teile ausgebaut, danach am 25.04.1945 Wasserbomben in den Maschinen- und Kesselräumen gezündet, worauf das Schiff sank.

Das Wrack wurde 1946 von den Russen gehoben und nach Swinemünde geschleppt, dort diente er ab 03.02.1947 als Wohnschiff PB-10 einer Studiengruppe des Forschungsinstitutes der Kriegsmarine. Diese hatte den Auftrag, die Konstriktion des Trägers auszuwerten. Nachdem die Studien abgeschlossen waren, wurde "Graf Zeppelin" zur Versenkung als Zielschiff bestimmt. Am 18.06.1947 ist er dann auf der geographischen Position von 55° 48`/ 18° 30°0` durch Torpedos von Torpedoschnellbooten und des Zerstörers "Grozyashchiy" versenkt worden.

Daten der Graf Zeppelin:

Werft: Deusche Werke, Kiel
Schiffsart: Kriegsschiff - Flugzeugträger
Kiellegung 28. Dezember 1936
Stapellauf 08. Dezember 1938
Jungfernfahrt: nicht fertiggestellt
abgewrackt: 1948/1949 in Leningrad
Verdrängung: 33.550 BRT
Länge: 262,5 m ü.a. (mit Atlantikbug), 250 m Konstruktionswasserlinie
Breite: 36,2 m
Maschinenleistung: 200.000 WPS Turbine, Brennstoffvorrat 6.630 ts
Schrauben: 4
Höchstgeschwindigkeit: 33,8 Knoten
Bewaffnung:

16 x 15 cm-SK in Doppellafetten
12 x 10,5 cm-Flak in Doppellafetten
22 x 3,7 cm-Flak in Doppellafetten
28 x 2,0 cm-Flak in Vierlingslafetten
43 Flugzeuge verschiedener Typen
(20 Fi 167, 13 Ju-87D, 10 Me-109T)

Schwesterschiff: Flugzeugträger B (nie fertiggestellt)

Bismarck

Bild und Plan:

Die Bismarck 1940. Foto: Bundesarchiv, Bild 193-04-1-26 / CC-BY-SA

Plan der Bismarck im April 1941. Grafik: www.german-navy.de, Michael Emmerich, 1997

Die Geschichte in Kürze:

Die Bismarck war ein Schlachtschiff die deutschen Kriegsmarine und Typenschiffe der Bismarck-Klasse, zu der noch die Tirpitz gehörte.

Nach dem die "Bismarck" am 24.8.1940 auf der Niederelbe in Dienst gestellt wird, erfolgten viele Tests und Trainingseinsätze. Am 5.5.1941 besuchte Hitler noch einmal das Schiff in Gotenhafen (Gdynia-Polen) zusammen mit ihrem Schwesterschiff "Tirpitz". Kurz danach, am 18.5.1941 lief die Bismarck zusammen mit der "Prinz Eugen" und weiteren kleineren Schiffen unter der Operation "Rheinübung" in den Atlantik aus, um am Seekrieg gegen England teilzunehmen.

Es sollte eine kurze Jungfernfahrt werden. Am 25.5.1941 versenkt sie zuerst das britische Flaggschiff "HMS Hood". Nur drei von 1419 Besatzungsmitlieder überlebten, da das Schiffe einen Treffer in die Monitionkammer erhalten hatte, darauf hin auseinander brach und binnen sekunden sank. Das neueste Schlachtschiff der Briten, die "HMS Prince of Wales", konnte der sinkenden "Hood" gerade noch ausweichen. Sie wurde bei diesem Gefecht schwer beschädigt und musste es abbrechen.

Der deutsche Verband konnte mit geringen Schäden weiterfahren. Admiral Lütjens entließ die unbeschädigte "Prinz Eugen". Sie sollte eigenständig gegen britische Schiffe im Atlantik vorgehen. Die "Bismarck" hingegen steuerte Saint-Nazaire an der frazösische Atlantikküste an. Jedoch dachte man, dass der Feind die Position des Schiffe kannte und hielt daher keine Funkstille. Ein zufälliger Flugzeugtorpedotreffer fuhrte dazu, dass die "Bismarck" nicht mehr manövrieren konnte.

Zwei Tage später am 27. Mai 1941 um 10:39 versankt die "Bismarck", von zwei Schlachtschiffen und zwei schweren Kreuzern der Royal Navy beschossen, nach Selbstsprengung, auf 48°10` Nord und 16°12` West im Atlantik.

Daten der Bismarck:

Werft: Blohm und Voss, Hamburg
Schiffsart: Kriegsschiff - Schlachtschiff
Kiellegung 1. Juli 1936
Stapellauf 14. Februar 1939
Erstes Unternehmen: 18.Mai.1941
Gesunken am: 27. Mai 1941
Verdrängung: 52.000 BRT
Länge: 251 m
Breite: 36 m
Maschinenleistung: 150170 PS
Schrauben: 3
Hächstgeschwindigkeit: 30,1 Knoten
Bewaffnung:

acht 38 cm Geschütze in vier Zwillingstürmen, Reichweite: 36 km zwölf 15 cm Geschütze in sechs Zwillingstürmen, Reichweite: 23 km

Schwesterschiff: Tirpitz

b) zukünftige Inhalte

In Kürze erscheinen die Zusammenfassungen folgender Schiffe:

Scharnhorst

Hood

Prince of Wales

Kursk

 

 

www.baeckerlenz.de

 

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